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Donnerstag, 31. Mai 2018
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Neue hinzugefügte Elektrofahrzeuge

Aktuelles von Moditech Rescue Solutions BV

In diesem Monat widmen wir uns in unserem Newsletter erneut Fußgängerschutzsystemen. Ein weiteres Thema sind die immer mehr werdenden Elektrofahrzeuge im Passagier- und Verteilerverkehr. Auch sehen wir uns dieses Mal den Maxus EV80 näher an, einen elektrisch angetriebenen Transporter, der in die Datenbank unseres Crash Recovery Systems aufgenommen wurde.

Mehr zu diesen Themen finden Sie in unserem Newsletter für diesen Monat!

 

UPDATE FUßGÄNGERSCHUTZSYSTEME 
Im letzten Newsletter hatten wir uns Fußgängerschutzsysteme angesehen. Dabei wurden verschiedene Typen von Fußgängerschutzsystemen vorgestellt. So setzt Opel zwei pyrotechnische Druckfedern ein, die beim Auslösen die Motorhaube um ca. 130 mm nach oben heben. 


CRS-Abbildung des Opel Insignia 2017–2018

Ein anderer Typ unter den Fußgängerschutzsystemen, die wir im vorherigen Newsletter behandelt haben, verwendet einen Airbag. Der Airbag presst die Motorhaube beim Auslösen nach oben und deckt dabei auch Fenster und A-Säulen ab. Dieser Typ kommt beim Volvo V40 zum Einsatz.


CRS-Abbildung vom Volvo V40 2012–2018

Diese passiven Sicherheitssysteme werden ständig weiterentwickelt. Der neueste Vertreter ist eine Kombination aus diesen beiden Fußgängerschutzsystemen. Beide Systeme wurden beim neuen Jaguar E-pace 2018 und beim neuen, noch nicht auf dem Markt erhältlichen I-Pace eingesetzt. Außerdem verwendet der Jaguar F-Type anstelle von zwei pyrotechnischen Druckfedern zwei kleine einstufige Airbags, um die Motorhaube 130 mm anzuheben.

BITTE BEACHTEN: Es sind beide Fußgängerschutzsysteme vorhanden!

 


CRS-Abbildung Jaguar E-Pace 2018

WICHTIG! Das System kann mithilfe von Signalen von Fußgängeraufprallsensoren feststellen, ob es zu einem Kontakt mit einem Fußgänger oder einem anderen Objekt, wie z. B. einem Verkehrskegel, gekommen ist. Wenn das System feststellt, dass es zu einem Kontakt mit einem Fußgänger kam, werden die pyrotechnischen Druckfedern aktiviert, wobei der hintere Teil der Motorhaube innerhalb von 20 ms ungefähr 20 mm nach oben gedrückt wird. Der Airbag des Fußgängerschutzsystems öffnet sich mit einer Verzögerung von 20 ms nach der Aktivierung der pyrotechnischen Druckfedern.    

 
CRS-Abbildung mit Informationen zum Fußgänger-Airbag; hier in aktiviertem Zustand (rot umrandet)


CRS-Abbildung Jaguar F-Type 2014–2018



BITTE BEACHTEN
: Der Jaguar F-Type hat kleine Airbags unter der Motorhaube, die die Motorhaube 130 mm nach oben drücken – anstelle von zwei pyrotechnischen Druckfedern, wie sie im Opel Insignia zum Einsatz kommen!

 

NEUE, DEM CRS HINZUGEFÜGTE ELEKTROFAHRZEUGE
Aufgrund der zunehmenden Anzahl von Umweltzonen in den Großstädten mit entsprechenden Fahrverboten für umweltbelastende Dieselfahrzeuge steigt die Zahl der alternativ angetriebenen Fahrzeuge. In der letzten Ausgabe berichteten wir über einen Stadtbus mit Wasserstoffantrieb. In diesem Newsletter sehen wir uns einen elektrisch betriebenen Transporter, den SAIC Motor Maxus EV80, und den LEVC TX e-City (London Black Cab) näher an (beide Fahrzeuge sind Ende Mai in die Datenbank des Crash Recovery Systems aufgenommen).

Das Londoner Taxi ist voll elektrisch angetrieben und läuft fast geräuschlos. Mit dem TX können auch Rollstuhlfahrer transportiert werden. Der elektrisch betriebene TX ist mit einem sogenannten „Range Extender“ ausgestattet. Ein kleiner Benzinmotor kann den Akku bei Bedarf während der Fahrt aufladen, wie wir es vom Opel Ampera, Chevrolet Volt und Fisker Karma her kennen. Neben seinem Einsatz in London fährt dieses Taxi auch in anderen europäischen Städten. In den Niederlanden etwa in Den Haag, Rotterdam und Amsterdam.

 

MAXUS EV80
Neben dem Personenverkehr ist auch der Verteilerverkehr von den Umweltzonen betroffen. Auch für diese Zielgruppe wird das Angebot an alternativ angetriebenen Fahrzeugen größer. Diesen Monat wurde die Datenbank des Crash Recovery System mit dem Maxus EV80 von SAIC Motor aktualisiert.


Saic Motor Maxus EV80 Lieferwagen und Pick-up 2018

Den Maxus gibt es schon seit 2004. Er wurde damals von der LDV-Group, einem britischen Hersteller von Lieferwagen, gebaut. Nach einer Phase in britischer und russischer Hand wurde LDV 2010 vom chinesischen Giganten SAIC Motor übernommen. Der Lieferwagen wurde dann auf dem heimischen Markt als Maxus V80 angeboten. Von diesem Fahrzeug erschien unter dem Namen EV80 auch eine elektrische Version. Für das Modell EV80 wurde zudem eine Fahrerhaus-Variante herausgebracht. Nun strebt SAIC mit seinen Modellen den europäischen Markt an und hat sich mit Hauptsitz in Luxemburg niedergelassen.

WICHTIG: Beide Fahrzeuge schalten den elektrischen Antrieb nach Aktivierung eines Airbags oder Gurtstraffers automatisch ab. Überprüfen Sie immer das Armaturenbrett, z. B. ob die Ready-Anzeige noch leuchtet. Schalten Sie in dem Fall das Fahrzeug manuell aus. Folgen Sie dem Schritt-für-Schritt-Plan, wie im Crash Recovery System unter der Schaltfläche „Deaktivierung anzeigen“ angegeben.

BITTE BEACHTEN: Der Hersteller gibt an, dass nach dem Ausschalten des Antriebs immer noch eine Restspannung vorhanden ist. Diese Restspannung ist nach 5 Minuten vollständig weg. Diese wichtigen Informationen für Rettungsdienste werden im Crash Recovery System beschrieben!


 

In der Abbildung werden die Positionen aller wichtigen Komponenten für die Rettungsdienste dargestellt. Sowohl für die Lieferwagen- als auch die Fahrerhaus-Variante gelten dieselben Deaktivierungsmethoden. WICHTIG: Es ist wichtig, dass die Rettungsdienste die Piktogramme erkennen und wissen, dass nach dem Anklicken wichtige Informationen angezeigt werden.

 
Piktogramme zum Deaktivieren des CRS