Neue Airbags in der Erprobung | Moditech.com
Sonntag, 30. Juni 2019
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Neue Airbags in der Erprobung

Aktuelles von Moditech Rescue Solutions BV

In unserem Newsletter diesen Monat berichten wir über neue Entwicklungen, die bei der größten Konferenz für Autosicherheit vorgestellt wurden. Auf dieser Konferenz in Eindhoven präsentierte Mercedes-Benz das neueste Sicherheitsexperimentalfahrzeug ESF 2019. Dieses Fahrzeug wartet mit diversen innovativen Konzepten wie autonomem Fahren auf, aber auch mit aktiven und passiven Sicherheitssystemen. Außerdem in diesem Newsletter: Neu in unserer Datenbank ist der Ebusco 2.2 . Auch neu: Eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Verband der Bergungs- und Abschleppunternehmen e.V. (VBA) . Gemeinsam mit den Bergungsdiensten in Deutschland werden wir mit unserer Crash Recovery System Road Assist Edition Abschleppdienste mit Fahrzeugdaten versorgen.

Mehr zu diesen Themen finden Sie in unserem Newsletter für diesen Monat!

 

FAHRERAIRBAG IM ARMATURENBRETT
Demnächst wird sich das „teilweise“ autonome Fahren in unterschiedlicher Form bei unseren Fahrzeugen immer weiter durchsetzen. Die aktive Rolle des Fahrers wird vom autonomen Fahren abgelöst. Dadurch verlieren aktive Steuerinstrumente wie Lenkrad oder Pedale an Bedeutung. Auch die Funktion des Armaturenbretts wird sich im Zuge dessen verändern. Vorboten dessen sind uns bereits beim Beifahrerairbag im Dach des Opel Combo/Peugeot Rifter/Citroen Berlingo begegnet.  Auf der ESF 2019 wurde weitergedacht und der Fahrerairbag im Armaturenbrett statt im Lenkrad untergebracht. Beim Auslösen entfaltet sich der Airbag über das Lenkrad hinweg.

Abbildung 1: Airbag im Armaturenbrett des ESF 2019

 

NEUER SEITENAIRBAG
Eine andere Entwicklung sind die Seitenairbags an beiden Seiten der Vordersitze. Bei einem Seitenaufprall öffnen sich die flügelförmigen Airbags jeweils aus den beiden Seitenwangen der Rückenlehne. Somit werden die Passagiere nicht nur auf der Seite des Aufpralls geschützt, sondern auch vor sich selbst, denn bei einem Aufprall können sie so nicht mehr gegeneinander prallen (siehe Abbildung 2). Wir kennen diesen Insassenschutz zum Teil schon von anderen Herstellern. Ein Beispiel hierfür ist der Mittelairbag im Audi A8, der verhindert, dass nebeneinander sitzende Passagiere sich gegenseitig verletzen.


Abbildung 2: neue experimentelle Seitenairbags

 

FRONTAIRBAG
Beim ESF 2019 präsentiert Mercedes-Benz auch einen Frontairbag für Fondpassagiere. Der Airbag öffnet sich aus der Rückenlehne des Vordersitzes und besitzt eine innovative röhrenförmige Struktur, um das Luftkissen zu füllen und in Position zu bringen. Der Raum zwischen den Gittern ist flexibel und nutzt Umgebungsluft zum Auffangen von Passagieren bei einem Unfall (siehe Abbildung 3). Der Aufbau dieses Airbags unterscheidet sich von herkömmlichen Systemen, um Variationen bei Körpergröße und Figur der Passagiere auszugleichen.

Abbildung 3: Frontaler Fond-Airbag

 

PRE-CRASH-SYSTEM
Neben den Automobilherstellern stellten auch prominente Zulieferer ihre neuesten Entwicklungen auf der Fachveranstaltung vor. Einer dieser Zulieferer, der die Autoindustrie mit Bauteilen versorgt, ist das deutsche Unternehmen ZF. Der Konzern führte in Eindhoven sein neuestes „Pre-Crash-System“ vor, einem Seitenairbag auf der Außenseite des Fahrzeugs. Ein Netzwerk von Lidar- und Radarkameras überwacht bei diesem System die Fahrzeugumgebung und ist mit einem Seitenairbag im Seitenschweller des Fahrzeugs gekoppelt. Wird ein unvermeidlicher Aufprall erkannt, entfaltet sich der Airbag in Sekundenschnelle nach außen und bedeckt den untersten Teil der Türen und die B-Säule. Je nach Fahrzeugtyp besitzt dieser Airbag ein Volumen von 280 bis 400 L, das etwa fünf- bis achtfache Volumen eines Fahrerairbags. Abbildung 4 zeigt die Funktionsweise beim Auslösen dieses Airbags.

Abbildung 4: ZF Pre-Crash-System

 

DARAUF IST BEIM RETTUNGSEINSATZ ZU ACHTEN
Eine oder mehrere dieser Innovationen werden langfristig in die Serienproduktion von Fahrzeugen aufgenommen. Diese neuen Airbags stellen Rettungsdienste vor neue Herausforderungen, denn herkömmliche Verfahren oder Produkte wie Airbagsicherungen stellen nicht mehr unbedingt in jedem Fall eine Lösung dar. Selbstverständlich halten wir Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden und informieren Sie, sobald neue Airbag-Typen in die Serienproduktion gehen.

 

EBUSCO 2.2
Bei der Datenbankaktualisierung vom 28. Juni wurde der neue elektrische Bus EBUSCO 2.2 als 2- und 3-Türer hinzugefügt. Derzeit sind diese Busse nur in Dordrecht unterwegs, doch es werden in diesem Jahr weitere Städte wie Groningen, Drenthe, Utrecht, München, Warburgkreis und Bocholt folgen. 12 Akkus verrichten ihren Dienst in dem Bus, 6 im hinteren „Motorraum“ und weitere 6 auf der Dachvorderseite. Die Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4) liefern insgesamt 362 kWh an Energie. Der Stromabnehmer bzw. Pantograf befindet sich bei den Akkus im Dach. Aufgeladen werden kann der Bus auch über einen Ladestecker am Heck (siehe Abbildung).

BITTE BEACHTEN: Der Bus lässt sich auf verschiedene Arten deaktivieren. Neben dem Abklemmen des Kontakts stehen auch zwei Notschalter zur Verfügung. Komplett stromlos wird der Bus über den 24-Volt-Hauptstromschalter im Motorraum geschaltet. Achten Sie darauf, dass Ihr System stets auf dem neuesten Stand ist und diese aktuellen Informationen in Ihrem Crash Recovery System abrufbar sind.

 

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM VBA
Wir freuen uns, bekanntgeben zu können, dass Moditech mit dem deutschen Verband der Bergungs- und Abschleppunternehmen e.V. (VBA) eine Partnerschaft eingegangen ist. Dadurch werden den Bergungs- und Abschleppunternehmen in Deutschland künftig aktuelle Fahrzeugdaten zum sicheren Bergen und Abschleppen moderner Fahrzeuge bereitgestellt. VBA-Mitglieder erhalten die Crash Recovery System Road Assist Edition zum ermäßigten Preis (www.vba-ev.de). Zusammen mit dem VBA und dessen Mitgliedern werden wir untereinander praxisbezogene Informationen austauschen und diese auf Wunsch in die Crash Recovery System Road Assist Edition integrieren. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an: marketing@moditech.com