Fußgänger-Airbag im Fokus | Moditech.com
Montag, 30. April 2018
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Fußgänger-Airbag im Fokus

Aktuelle von Moditech Rescue Solutions BV

In diesem Monat widmen wir uns in unserem Newsletter dem Fußgänger-Airbag (pedestrian airbag). Unter bestimmten Voraussetzungen mindert der Airbag die Wucht des Aufpralls, wenn ein Auto mit einem Fußgänger frontal zusammenstößt. Doch wie funktioniert das System und worauf müssen Rettungskräfte achten? Außerdem freuen wir uns, bekanntgeben zu können, dass die Zusammenarbeit mit dem Bushersteller van Hool aus Belgien dazu geführt hat, dass wir dessen Busse mit alternativen Antriebssystemen dem Crash Recovery System hinzufügen. Wussten Sie, dass der Citroën DS als eigene Marke unter dem Namen DS Automobiles ins Crash Recovery System aufgenommen wurde?

Mehr zu diesen Themen finden Sie in unserem Newsletter für diesen Monat!

 

FUßGÄNGER-AIRBAG
 
Zur Fachmesse eRic im letzten Monat in den Niederlanden wurden uns zwei Neuwagen von Opel zur Verfügung gestellt. Mit diesen Neufahrzeugen, einem Astra und einem Insignia, haben wir auf der Messe mit verschiedenen Rettungskräften neue Schnitttechniken unter Zuhilfenahme des Crash Recovery Systems geübt. Der Opel Insignia ist mit einem Fußgänger-Airbag unter der Motorhaube ausgestattet.

Kennzeichnung Fußgängerschutzsystem im Crash Recovery System

 

 

In der Fahrzeugindustrie sind verschiedene Fußgängerschutzsysteme im Einsatz. Opel etwa verwendet zwei pyrotechnische Druckfedern. Beim Auslösen sollen sie die Motorhaube um ca. 130 mm anheben. So entsteht zwischen Motorhaube und Motor ein gewisser Freiraum, um den Aufprall eines Fußgängers abzufangen. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Opel wurde dieses System bewusst ausgelöst und gefilmt​.


Durch einen Klick auf das Piktogramm des Fußgänger-Airbags erhält der Rettungshelfer wichtige Informationen!    


Abbildung der pyrotechnischen Druckfedern, so wie diese unter der Motorhaube angebracht wurden.

BITTE BEACHTEN: Wie im Video zu sehen ist, kann die Motorhaube nach Auslösen des Systems zurückgedrückt werden. Dies ist jedoch nicht bei allen Automarken möglich!

Das andere Fußgängerschutzsystem setzt auf Airbags. Dieser Airbag befindet sich unter der Motorhaube und soll beim Auslösen die Motorhaube anheben. Der Volvo V40 verwendet ein solches System.

 

Der Airbag hebt die Motorhaube um ca. 130 mm an und fängt Unfallopfer im Bereich der Windschutzscheibe und der A-Säulen auf. 

WICHTIG: Beide Systeme lösen nur bei Geschwindigkeiten zwischen 25 km/h und 45 km/h aus. Besonders bei Zusammenstößen mit mehr als 45 km/h kann das System beschädigt werden und durch unsachgemäßen Umgang des Rettungshelfers auslöst werden ... mit möglicherweise sehr ernsten Konsequenzen. In dem Video ist die Wucht der Auslösung klar zu erkennen. Man kann sich leicht vorstellen, was mit Gegenständen passieren würde, die während eines Einsatzes auf die Motorhaube gelegt werden, und das System unbeabsichtigt ausgelöst wird. Diese Gefahr besteht übrigens auch bei einem Fahrzeugbrand. Die pyrotechnische Ladung droht durch die starke Wärmeentwicklung zu explodieren!

 

VAN HOOL BUSSE
In diesem Jahr wurde ein Meilenstein in der Zusammenarbeit von Moditech Rescue Solutions BV und dem belgischen Bushersteller Van Hool gesetzt.

Van Hool produziert jährlich ca. 1400 Busse und Reisebusse sowie ca. 4000 gewerbliche Fahrzeuge. Davon gehen 80 % in den weltweiten Export. Mit über 4000 Beschäftigten und einem umfangreichen Angebot an Reisebussen und Bussen ist Van Hool einer der großen Player in Europa.

Dank der engeren Zusammenarbeit mit Van Hool werden wir den Stadtbus A330 FC mit Wasserstoffantrieb, der für RET in Rotterdam in Betrieb ist, als ersten in die Datenbank des Crash Recovery Systems aufnehmen. Unsere Technikabteilung hat die verschiedenen Komponenten des A330 FC kartiert und bereits im CRS skizziert. Gegenwärtig liegt diese Skizze bei Van Hool zur Freigabe. Sobald sie vorliegt, wird der A330 FC in die Datenbank aufgenommen. Außerdem werden in Absprache mit dem Hersteller mehrere mit Wasserstoff oder elektrisch angetriebene Busse von Van Hool dem Crash Recovery System hinzugefügt.​


Stadtbus von Van Hool mit Wasserstoffantrieb in Rotterdam, Niederlande

 

DS AUTOMOBILES
Die Groupe PSA, abgekürzt PSA, ist ein französischer Automobilkonzern, zu dem die Marken Peugeot, Citroën, Opel, Vauxhall und DS Automobiles gehören. DS Automobiles nennt sich die Premiummarke der Groupe PSA. Die Marke DS wurde ursprünglich 2009 als Premiummarke von Citroën bekannt. 2015 wurden die DS-Serienmodelle aus dem Citroën-Programm genommen und als eigenständige Marke etabliert: DS Automobiles. Die Entwicklung und die Marke DS Automobiles gehören weiterhin zur PSA-Gruppe. Der neue DS7 ist das erste eigene Modell, das von DS Automobiles entwickelt und auf den Markt gebracht wurde.​

BITTE BEACHTEN: Die DS-Modelle werden in der Datenbank noch als Citroën geführt. Beim nächsten Update werden wir die DS-Modellserie ab 2015 unter der Marke „DS Automobiles“ führen, weil es sich dabei seit dieser Zeit um eine eigenständige Marke handelt!

 

WICHTIG: Ist eine Kennzeichenabfrage nicht möglich, muss die Datenbank abgerufen werden. Ab dem nächsten Datenbank-Update sind die DS-Modelle unter DS Automobiles zu finden. Der DS7 Crossback ist dort bereits gelistet. Alle anderen Modelle folgen in den kommenden Updates.